德国驻华记者获“自由奖” 8 G: _5 p9 l0 d" I* |* b8 m, }" L$ M; d# Z% e) n4 o
据ots通讯社报道,德新社多年驻北京记者兰德韦尔(Andreas Landwehr,中文名:安兰德)日前(3月17日)在柏林获本年度雷姆茨马(Reemtsma)新闻记者“自由奖”,奖金1.5万欧元。评奖委员会称,兰德韦尔“是平常日子中的一位英雄”,在长达18年的时间里,他始终致力于自由与人权事业。评奖委员会发言人霍尔茨(Joachim Holtz)指出,德国驻华记者数量有限,德新社成为驻华记者们的一个指导性机构,而兰德韦尔的观点、文字、数据和语言图像,以及由他陈述的因果关系及引用的话语常常被传播、被转用。兰德韦尔从1993年起任德新社驻北京记者站主任,曾报道过一系列有关中国的重大事件,其中包括前中国领导人邓小平逝世、香港回归中国、非典爆发、刘晓波获诺贝尔和平奖。2 S, ?3 a' p; z( i. h
# {4 n+ B# M" G 3 x# S& v: y5 N! I. p @3月18日,德新社北京分社社长兰德韦尔(Andreas Landwehr)获得德语新闻界的"自由奖"(Liberty-Award)。这一奖项旨在表彰为新闻自由作出贡献的德语媒体驻外记者。# G2 o) ]& B' F2 v. _/ n
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“自由奖”(Liberty-Award)由Reemtsma烟草公司设立,2007年首次颁发,奖金为15000欧元。兰德韦尔曾在汉堡和华盛顿但任记者,1993年起任德新社北京分社社长。获奖之际他在采访中谈到在华长期工作的感受和中国的媒体自由。 - c$ M( W y$ ^2 b1 @; Z- L # R8 a+ ]4 X+ S% [% R* a3 k3 i4 L4 b1 p德新社:近一段时间在中国的外国记者更频繁地受到人身袭击,中国当局用这种方法能否达到阻止负面报道的目的?# S9 i" {/ l, |7 V
! L. a% r: `" D( d# w德新社:在问一个有关日本地震灾难的问题,中国媒体是如何报道灾害和核事故的?" \! b' W6 t/ ^
! m/ R: t! \; f+ e h7 K3 D% m兰德韦尔:中国媒体的报道很专业,实事求是。尽管中国人和日本人之间有历史造成的不睦,但我们在中国媒体上看到的也都是关于人道苦难和破坏的报道。对核事故也有详细的报道,尽管人大会议就在这个星期一通过了大力扩建核电的规划。不过在官方媒体里,也出现了淡化以前发生的核事故的报道,也许是为了让中国人不要对本国雄心勃勃的核电计划过于担忧。4 f; V: ~; d& ]- s* E
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评委称兰德韦尔为“生活中的英雄”) s' b' W" j6 {, x1 }
Andreas Landwehr ist für seinen Einsatz für Freiheit und Menschenrechte ausgezeichnet worden. " k+ I6 X n0 e) F: a3 P3 U " e( _$ x) |# v- n( x: f! m7 u. C# R5 h* K+ S$ J, e" t
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Andreas Landwehr über Repression und Zensur 1 K, a' I- \0 J% DBerlin (dpa) Der mit dem «Liberty Award» ausgezeichnete dpa-Korrespondent in Peking, Andreas Landwehr, findet die politische Lage in China bedrückend.2 Q( U4 y4 R0 r, S8 c! L
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«Das geht mir oft sehr nahe», erklärte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. «Ich erlebe hier ungeheuer mutige Menschen, die einen hohen persönlichen Preis zahlen und für Ideale kämpfen, die wir Deutsche wie selbstverständlich genießen und viele leider schon gar nicht mehr zu schätzen wissen.» Manchmal packe ihn die Wut. 2 b3 _$ {2 W) V6 y7 b, M. O5 E" H' u2 @, o- R+ D$ @0 p% w2 }
In letzter Zeit gab es in China wieder vermehrt Übergriffe auf Journalisten. Erreicht die Regierung damit ihr Ziel, unliebsame Berichterstattung zu verhindern?1 \7 E5 g: P. A
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Landwehr: «Die Festnahmen und die Gewalt gegen ausländische Journalisten erreichen genau das Gegenteil. Denn im Mittelpunkt der Berichterstattung steht jetzt der chinesische Polizeistaat, der mit allen Mittel jeden möglichen Protest im Keim ersticken will. Schlimmer ist noch, dass in den vergangenen Wochen Dutzende von Bürgerrechtlern und Aktivisten in Haft genommen wurden, unter Hausarrest stehen, attackiert oder bedroht wurden. Einige werden jetzt wegen «Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt» angeklagt, nur weil sie den Protestaufruf im Internet an Freunde weitergeleitet haben. Dafür droht ihnen mehrere Jahre Haft.» 5 D- f$ b) v7 u1 {, w; \6 s" m8 _% p5 J( l% n+ M" L
Wie schätzen Sie die Chancen einer Pressefreiheit in China ein?7 v3 v' G3 R' r6 o0 T
5 W9 r2 R) \5 m4 YLandwehr: «Politisch werden die Zügel eher noch angezogen. Das Internet wird schärfer zensiert und gezielt manipuliert. Die Freiräume für chinesische Journalisten werden immer kleiner. Jede Woche bekommen sie eine Liste der Themen, über die sie nicht schreiben dürfen. China wird abgeschottet. YouTube, Facebook und Twitter sind wie ungezählte andere Webseiten gesperrt. Wenn sich trotzdem eine öffentliche Meinung entwickelt, dann liegt es an den neuen technischen Möglichkeiten im Internet, den Mikroblogs und den Löchern in der Kontrolle. In vertraulichen Gesprächen mit hohen Regierungsmitgliedern bin ich oft überrascht, welche panische Angst sie vor der öffentlichen Meinung im Internet haben. China hat viel erreicht. Warum diese Furcht?» 6 b- w# R: r/ [3 K3 B 8 |+ t/ K6 A. E' zKann der «Liberty Award» für Sie problematisch werden? Müssen Sie jedes Wort dreimal abwägen, das Sie in Berlin über China sagen? % x0 [% x2 f9 l. x' c3 {1 b; G8 l6 u$ r& L
Landwehr: «Darüber mache ich mir keine Gedanken. Niemand darf sich hier auf die Zunge beißen. Ich schreibe seit 18 Jahren kritisch über Menschenrechtsverletzungen in China. Das ist meine journalistische Aufgabe. Es ist Teil meiner Berichterstattung über den Aufstieg dieses so widersprüchlichen Riesenreichs zur zweitgrößten Wirtschaftsnation. Chinas Entwicklung hat ja auch viele gute Seiten. Die Nominierung ist aber eine Ermutigung für alle China-Korrespondenten, trotz aller Einschüchterung über jene Menschen in China zu schreiben, die nur von Freiheit und Demokratie träumen können. Viele landen dafür noch unter elendigen Bedingungen im Gefängnis.»/ J+ f; i }' h+ X1 Z" g5 ~' q
# |2 u: i, Y! p: u. LSie sind seit 1993 dpa-Bürochef in Peking. Was bewegt Sie am meisten?( D. l, g5 y9 k. C: Q1 W. }
7 e! G9 E$ Y/ C( \2 iLandwehr: «Die politische Situation empfinde ich als bedrückend. Das geht mir oft sehr nahe. Ich erlebe hier ungeheuer mutige Menschen, die einen hohen persönlichen Preis zahlen und für Ideale kämpfen, die wir Deutsche wie selbstverständlich genießen und viele leider schon gar nicht mehr zu schätzen wissen.» ) g# i- ^4 [: Y- s4 ^6 i2 k* ]/ I; L; R& n
Welche Situation möchten Sie nicht noch einmal erleben? $ K: y; M$ j. j6 _: P2 W) O' \ ~! U( P
Landwehr: «Dass Menschen, die ich bei meiner Arbeit kennenlerne und wegen ihrer Ideale schätze, plötzlich im Gefängnis landen. Das passierte nach den Olympischen Spielen Ende 2008 mit Liu Xiaobo, dem heutigen Friedensnobelpreisträger. Gerade erleben wir das wieder mit dem Anwalt Teng Biao und anderen Bürgerrechtlern. Da packt mich jedes Mal die Wut. Ich kann nur darüber schreiben und hoffen, dass die Welt sie nicht vergisst.» 2 b" y. C) J" ]$ \: S - P# e4 E' P: |1 z7 RNoch eine Frage zur Erdbebenkatastrophe in Japan. Wie wird in China darüber und über den Atomalarm berichtet?$ M5 ~) @4 t4 z, O& P
! X7 W3 L0 |9 J h, t9 |Landwehr: «Die chinesischen Medien berichten sehr professionell und faktenbezogen. Es herrschen zwar historische Spannungen zwischen Chinesen und Japanern, aber hier dreht sich alles um das menschliche Leid und die Zerstörung. Auch über die Atomkatastrophe wird ausführlich berichtet, obwohl der Volkskongress ausgerechnet an diesem Montag einen massiven Ausbau der Kernkraft in China beschlossen hat. In den Staatsmedien gibt es jetzt aber auch erste Berichte, die frühere Atomunfälle eher beschönigen. Vielleicht damit sich das Volk nicht allzu große Sorgen über die ehrgeizigen Atompläne Chinas macht.»作者: tony7707 时间: 2011-3-18 20:44